Alles Gute zum „3-Monatigem“

Ja, so schnell kann es gehen. Ratz fatz sind die ersten drei Monate vorbei. Vor einigen Tagen habe ich meinen Zwischenbericht für meine Organisation geschrieben und ich muss sagen, es tat wirklich gut, etwas  zu reflektieren und noch einmal zusammenfassen, was man in den letzten Wochen alles kennengelernt und erfahren hat. :-)

Natürlich habe ich auch unseren Einbruch erwähnt, aber ich muss echt sagen, dass wir das alle gut weggesteckt haben. Vielleicht aber auch nur da uns von solch Einbrüchen schon zuvor erzählt wurde. Selbstverständlich wollte man sich damals nicht unbedingt einreden, dass einem so etwas auch passieren wird, aber es war eine gute Vorbereitung auf den kleinen, wirklich nicht netten Zwischenfall.

Aber unser Landlord hat uns sehr überrascht. Unser Zaun um unser Grundstück wurde tatsächlich verbessert, es gibt einen Hund mehr und angeblich soll bald auch ein weiterer Sicherheitsmann eingestellt werden, obwohl unser jetziger seinen Job auch viel ernster nimmt. Er dreht nun nachts viel häufiger seine Runden. Wir wollen mal abwarten, ob es wirklich alles so bleibt, aber  auf jeden Fall sind wir froh, dass eine Reaktion auf dieses Geschehnis gezeigt wurde.

In der letzten Ferienwoche schafften wir es endlich, eine der Freiwilligen hier in Kisumu auf ihrem Arbeitsplatz zu besuchen. Ihre Organisation befindet sich am Dunga Beach und ich muss sagen, das ist wirklich ein schöner Ort. Es ist ein kleines Fischerdorf direkt am Wasser. Die Umgebung und die Gemeinschaft erscheinen einem dort wirklich sehr friedlich. Ich könnte schon wieder fast neidisch werden und dort auch arbeiten wollen. ;-)

 

Der Ausblick von einem kleinen Lokal

Ein Verkaufsstand am Dunga Bach

Ein Fischerboot auf dem Viktoria See

 

Am Freitag besuchte uns dann unsere Koordinatorin Salome aus Nairobi. Der Hauptgrund für ihren Besuch war, dass wir bisher nur ein dreimonatiges Visum besitzen, was nun schließlich verlängert werden muss. Allerdings ist dies nicht mehr so einfach, wie in den Jahren zuvor (wenn man dort überhaupt schon von einfach sprechen konnte ;-) ). Sie war zu Beginn der Woche bereits in einem Office in Nairobi, um sich um die Freiwilligen in dieser Stadt zu kümmern. Allerdings war sie dort erfolglos, da Bürokratie-Angelegenheiten in Nairobi wohl noch schwerer zu regeln sind, als sonst wo. Daher hatte sie gehofft, dass es in Kisumu einfacher gehen könnte…Leider, nein. Der Boss, der sich unserem Fall angucken sollte, würde vor Montag nicht mehr reinkommen und sonst konnte uns auch keiner so wirklich weiterhelfen. Allerdings wurden uns mögliche Optionen vorgestellt, wie wir uns nun verhalten könnten.

Option Nr. 1: Go home to Germany und warte bis du eine Arbeitserlaubnis hast! (diese wird man möglicherweise aber nie bekommen, somit ist dies keine Option)

Option Nr. 2: Verlasst das Land bevor euer Visum abläuft und verbringt mindestens 5 Tage in einem Nachbarland. Ob man dann aber problemlos wieder reinkommt, kann uns niemand garantieren.

Option Nr. 3: Verlasst ganz Ostafrika und reist dann problemlos wieder ein.

Nun gut, den Möglichkeiten waren wir uns nun bewusst, wollten aber gerne noch abwarten, was Salome am Montag in Nairobi erreichen würde. Somit wurden am Wochenende ein paar Vorbereitungen getroffen, wie einkaufen und Wäsche waschen. Ich hoffe wir werden zeitnah erfahren, wo es hin geht.

Außerdem wollten wir am Wochenende in den Impalapark gehen. Das ist eine Art Zoo mit freilaufenden Tieren, aber auch einigen in Käfigen. Für Einwohner hier kostet es 100 KSH, für andere allerdings 1350KSH. Somit konnten wir uns dann doch relativ schnell dagegen entscheiden und sind stattdessen zum Hippo Point gegangen. Dies ist eine Stelle am See, an der man einen schönen Ausblick hat.


Während wir dort saßen kamen auch noch zwei Hochzeitsgesellschaften vorbei, um Fotos zu machen. Hier gibt es allerdings ganz viele Brautjungfern oder Trauzeugen oder wie auch immer sie bezeichnet werden und alle tragen das gleiche Kleid. Es war echt witzig, auf einmal war ein Haufen voller Leute in grau-lila Kleidung vor Ort.


Nun wird es allerdings einige Zeit dauern, bis ich mich wieder melde, da wir ja wie gesagt ausreisen oder zumindest unsere Küstentour machen möchten. Ich hoffe ihr hattet alle einen schönen Sonntagnachmittag auf dem Beelener Weihnachtsmarkt und könnt auch die restliche Vorweihnachtszeit genießen. Lasst euch aber nicht hetzen von dem ganzen Trubel und nehmt euch auch mal Zeit die schönen Dinge zu genießen. Schließlich ist eine Weihnachtszeit ohne entspannten Sonntag auf dem Sofa, leckeren Glühwein, selbstgemachten Kekse und ner Menge Weihnachtsfeiern nur eine halb so schöne Zeit.

Also macht es gut. Ich freue mich nun auf eine Reise und blicke ihr mit Vorfreude entgegen. Und wenn hier alles glatt gehen würde, wäre ich auch sehr enttäuscht, denn sonst wäre die Wahl meiner Überschrift:“Auf auf ins Abenteuer“ ja auch völlig verkehrt :-)

Bis bald

Carina

9.12.13 15:28

Letzte Einträge: TAAAADAAAA!, Der Countdown läuft!, Neue Wohnung – Neues Glück, Danke!, Und zu guter Letzt: Auf nach Sansibar

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Andrea (9.12.13 23:23)
viel Spaß und lasst
es euch gutgehen auf eurer Reise!


Claudia (13.12.13 10:32)
Hi Liebes!
Ganz viel Erfolg!
Das Frühstück für eure Kids müsste eigentlich gesichert sein :-)


Luisa (15.12.13 14:29)
Hey Cari,

ich freu mich immer deine Berichte zu lesen und zu hören das es dir dahinten so gut geht
Pass auf dich auf und berichte uns wie die Sache mit dem Visum geklappt hat.

Liebe Grüße aus Bielefeld
Luisa

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