Strand, Sonne, Meer – Ich herz euch!


Nach langer Zeit melde ich mich nun auch mal wieder. Es tut mir sehr leid, dass es so lange nichts von mir zu hören gab, aber die letzten Wochen waren sehr ereignisreich und voller unverhoffter Wendungen. Ich muss mich hier immer mehr von der Eigenschaft des „Planens“  verabschieden, was mir aber vielleicht auch mal ganz gut tut und mich in Sachen Spontanität vorwärts bringt.

Wie ich in meinem letzten Blogeintrag geschrieben hatte, gab es einige Probleme mit unserem Visum und tatsächlich ist Variante 3 eingetreten – wir mussten ausfliegen. Niemand konnte uns leider versichern, dass eine Ausreise nach Tansania oder Uganda ausreichen würde, um dann mit einer hundertprozentige Garantie wieder nach Kenia fahren zu dürfen und ein neues Visum für drei Monate zu bekommen. Daher haben wir den offiziellen Weg genommen und haben Ostafrika für fünf schöne Tage verlassen. Allerdings war der Weg dorthin nicht gerade einfach…

Da wir am 12.09.13 unser Freiwilligenjahr in Kenia begonnen hatten, gab man uns ein dreimonatiges Visum, was bedeutet, dass wir (ohne eine Verlängerung) am 12.12.13 das Land wieder verlassen haben müssen. Allerdings ging unsere Organisation sowie unsere Koordinatorin davon aus, dass es möglich wäre eine Verlängerung zu. Wie ich schon geschildert habe, war das aufgrund des neuen Gesetzes nicht so einfach möglich. Also wurden kurz vor Schluss noch alle Möglichkeiten durchgespielt, bis wir am 10.12. mittags die Ansagen bekamen: „Bucht einen Flug, der euch aus Ostafrika herausbringt.“ Gesagt, getan. Ab ins Internet, Flüge gesucht, Addis Abeba war am günstigsten, gebucht. Das erste  Problem war, dass nur noch Flüge für morgens frei waren. Allerdings waren wir immer noch in Kisumu und mussten uns schnellstmöglich um ein Busticket nach Nairobi kümmern, damit wir pünktlich am Flughafen sind. Das war aber eigentlich kein großes Problem. Zurück vom Ticketshop wurden nochmal die Mails gecheckt. Und da kam die böse Überraschung. Jeder von uns hatte eine Stornierungsmail bekommen. Na klasse. Zwei von uns haben ihre Eltern mit der Buchung erneut beauftragt und seltsamerweise hat es dann geklappt. Somit saßen wir eine Zeit später im Bus auf dem Weg nach Nairobi: Zwei Personen mit Ticket, zwei ohne. Nebenbei bestand ständiger Kontakt mit Corinna, die sich mit unserer Koordinatorin wie wild darum bemühte, ein Flugticket für uns zu organisieren. Da wir an der Situation im Bus sitzend nichts ändern konnten, war ich den Umständen entsprechend eigentlich sehr ruhig. Als ich dann aber SMSen bekam, in denen es hieß, dass Tickets nach Malawi, Südafrika, …zu teuer oder ausgebucht sein und inzwischen auch Deutschland eine Option war, überkam mich dann doch eindeutig etwas Panik.

Aber wie gesagt, ändern konnten wir an der Situation nichts, sie allerdings vereinfachen, indem wir uns so schnell wie möglich zum Flughafen zu begeben. Dort wartete dann eine Frau auf uns, die von unserer Koordinatorin organisiert worden war. Und tada, auf mal war alles kein Problem. Wir bekamen alle ein Ticket für denselben Flug morgens, den wir schon im Internet gesehen hatten, und um die Rückreise wurde sich auch direkt gekümmert. Also der ganze Stress umsonst :D Aber ich muss sagen, einen Flug eine Stunde vor Boardingtime habe ich auch noch nie gebucht.

Als ich dann schließlich durch alle Kontrollen durch war und meinen Ausreisestempel in blau auf meinem Visum hatte, mit dem Datum vom 11.12.13, war ich zugegebenermaßen wirklich froh und erleichtert. Nun konnte ich mich auch fünf Tage Addis Abeba freuen. Eine kleine Reise in ein für mich fremdes Land mit fremder Sprache und ohne jegliche Informationen. Aber wir waren ja zu fünft und würden das Ding schon machen.

 

 

Blick aus dem Flugzeug auf das schöne Addis

Und genauso war es auch. Gut gelandete haben wir schnell ein günstiges Hostel gefunden (vergesst nach europäischen Standards oder ähnliches zu fragen ) und sogar einen Deutschen getroffen, der uns ein super leckeres und preiswertes Restaurant gezeigt hat, was prompt zu unserem Stammlokal wurde. Wir hatten wirklich fünf schöne Tage in Addis. Es war nach dem ganzen Visumsstress ein reinster Erholungsurlaub. Die Straßen (wirkliche Straßen) in Addis sind viel ruhiger. Die Leute fahren auf der rechten Seite, es gibt eine vorgegebene Anzahl an Personen pro Fahrzeug, an die sich auch gehalten wird und es gibt tatsächlich Straßenschilder und –Markierungen.

 


Straße in Addis

 

Außerdem erschienen uns die Leute wirklich sehr freundlich. Wenn man zu einem Verkäufer sagt „Nein, ich möchte das nicht kaufen!“, dann wurde dieses „nein“ auch tatsächlich akzeptiert ohne die ständige Warum-Frage, mit der in Kenia versucht wird, die Leute doch noch zu einem Kauf zu bringen. Es gibt Mülleimer an den Straßenränder und die Menschen sind wirklich in der Lage „schnell“ zu arbeiten. Damit waren wir tatsächlich anfangs überfordert, da wir an die Langsamkeit vieler Kenianer gewöhnt waren. In diesen fünf Tagen hatte ich auch leckeres und abwechslungsreiches Essen und außerdem täglich mehrfach fantastischen KAFFEE (wieso haben sich die Kenianer denn nur auf Tee spezialisiert? ).


 

Allerdings ist es in Addis echt kalt (zumindest für uns, für euch wären es wahrscheinlich frühlingshafte Temperaturen gewesen… :D ) und in der Innenstadt gibt es leider ganz viele Bettler und Straßenkinder. Diese sind natürlich auch in Kenia, aber irgendwie nimmt man sie hier nicht so in diesem Maße wahr. Das war nochmal eine ganz andere Erfahrung für uns und holt einen trotz des Gefühls des Erholungsurlaubs wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Dank dieses besagten Internets konnten wir herausfinden, was man in Addis so gesehen haben sollte und hatte schnell einen entspannten Plan für die kommenden Tage stehen. Am 15. ging es dann über Nacht mit dem Flieger zurück.

 

Rückflug von Addis

Bis zum Start unsere eigentliche Reise verbrachten Lena und ich die Tage bei Corinna und Peter in Nairobi. Es wurde noch etwas Wäsche gewaschen, Ärzte aufgesucht, gepackt und dann hieß es endlich: Küste wir kommen.

Unsere Route ging von Nairobi nach Mombasa, anschließend Malindi und finally Lamu. Ich werde nicht alles einzeln erzählen, aber ich hatte einen mega coolen Urlaub mit Corinna und Lena, vielleicht sogar den besten (so viele habe ich ja dank Ameland auch noch nicht gemacht )

Der Start der Reise war also wir gesagt Mombasa. Von dieser Stadt erwarteten wir wirklich viel, denn alle Lehrer und sonstige Bekannte haben wirklich von dieser Stadt geschwärmt. Aber irgendwie konnten wir ihren Scharm nicht entdecken. Für uns hat sie sich eher als ein lauter, heißer, dreckiger und strengender  Ort herausgestellt, die aber trotzdem über eine wirklich schöne und sehenswerte Altstadt, einen Hafen, einen Gewürzmarkt sowie schöne Strände verfügt, sodass wir uns doch zu einigen Tagen Aufenthalt überreden konnten, was auch eine gute Entscheidung war, denn Spaß hatten wir allemal.

 


 An einem der Tage haben wir das Fort Jesus besucht. Ein UNESCO Weltkulturerbe.

 

Ganz anders hingegen war Mailindi. Dort gibt es viele kleine schöne Häuser direkt am Meer und viel weniger aufdringliche Menschen. Diese Stadt gefiel uns direkt vom ersten Moment an, sodass wir uns wirklich schöne Weihnachtsfeiertage machen konnten, in denen dich die eigentliche Weihnachtsstimmung gar nicht so vermisst habe. Wer kann denn schon von sich behaupten in dieser Zeit im Meer gewesen, Strandspaziergänge gemacht und schnorcheln gewesen zu sein und dabei eine Menge bunter Fischis gesehen zu haben. :-) Es war nämlich super praktisch, dass auch Peter (Corinnas Mitbewohner) zu dieser Zeit in der Nähe von Malindi war. Denn sein Projekt hat noch eine Zweitstelle in Watamu und dort konnte er für uns recht einfach eine Bootstour in den Marine National Park organisieren, sodass wir mit ihm und seiner Familie schnorcheln waren.

 

Strandspaziergang

 

 

Meer in Malindi

 

 

 

Außerdem haben wir uns in dieser Zeit selber verwöhnt, denn leckeres Essen haben wir uns wirklich mal gegönnt. Da sich in Malindi viele Italiener niedergelassen haben, gibt es dementsprechend auch echt viele gute Restaurants dort. Und da Käse hier in Kenia echt Mangelware ist, bzw. leider übertrieben teuer, waren meine Glückshormone nach einer leckeren Pizza gar nicht mehr einzukriegen.

 

Essen an Heiligabend

Ich glaube unser aller persönliches Highlight der Reise war letztendlich aber Lamu. Da Malindi nicht sonderlich groß ist und wir schon einige Tage dort verbrachte hatten, entschieden wir uns dazu, am 26.12. eine Bustour auf uns zu nehmen und den Rest des Jahres  auf Lamu zu verbringen. Die Straßen die Küste weiter hinauf werden allerdings immer unangenehmer. Hier ist nichts mehr mit Teer oder Beton und ein Schlagloch grüßt das nächste. Aber an sowas sind wir nun nach 3 ½ Monaten Kenia relativ gut gewöhnt.

Lamu ist eine kleine muslimische Insel, auf der es nur Esel anstatt Autos gibt.



 Als wir dort ankamen waren wir erst etwas angenervt von den vielen Leuten, die uns in Empfang nahmen, da wir häufig kennengelernt haben, dass anfängliche Hilfsbereitschaft oft mit dem Verlangen einer Gegenleistung endet. Allerdings mussten wir feststellen, dass dies auf Lamu anders ist. Hier sind die Leute wirklich von Grund auf ruhig und hilfsbereit. Wir brauchten einen Tag um das zu realisieren und uns darauf einzustellen, aber ab dann war die Zeit auf Lamu perfekt. Wir haben viele nette Menschen kennengelernt, mit denen man auch echt eine Art Freundschaft schließen kann. Sie teilen viele unserer Ansichten und man kann mit ihnen über vieles reden.

Außerdem hat Lamu natürlich landschaftlich auch einiges zu bieten. Die eng aneinander stehenden Häuser, die kleinen Gassen mit ihren süßen Läden und natürlich die Esel als Transportmittel verleihen der Stadt einen ganz besonderen Scharm. Darüber hinaus lockt sie mit einem bezaubernden Strand von dem man auch auf die Nachbarinsel Manda blicken kann. Ich kann mich bis heute nicht entscheiden, welcher weiße Sandstrand mir besser gefällt.

 

Auf Lamu haben wir auch echt coole Dinge erlebt. Wir haben eine Daufahrt gemacht, auf der ich versucht habe ein Segelboot zu steuern und Fische zu fangen. Außerdem gab es kleine Shoppingtouren, Kokosnüsse, Bootsfahrten, Beachparties, Strandtage und letztendlich noch den Besuch eines Dau-Rennens.

 

 


 


Daurennen, die Leute müssen auf diesem Holzbrett außen sitzen, damit die Dau nicht umkippt ;-)

Außerdem hatten wir uns nach den ersten Tagen auf Lamu kurzfristig dazu entschieden auch Silvester dort zu verbringen. Die Leute, die wir kennengelernt haben, hatten uns nämlich bereits auf eine Party eingeladen und da wir eh keine bessere Option hatten, ließen wir uns darauf ein. Also haben wir den 31.12. tagsüber recht entspannt gestaltet, naja, mehr oder weniger. Wir mussten noch einige Dinge besorgen und irgendwie sind wir die ganze Zeit kreuz und quer über die Insel gelaufen. Nach einer erfrischende Dusche ging es dann zu einem der Bekannten zum Dinner und danach auf eine Dau, um auf eine der Party zu kommen. Dort hatten wir echt viel Spaß, aber es war ein bisschen erschreckend, wie viele Weiße ihr Silvester auf Lamu verbringen. Naja, nur gut für uns, denn dann fallen drei weiße Mädels auch nicht so auf.

 

Wir drei Mädels

Dir „Rückfahrt“ war allerdings sehr witzig. In Deutschland würde ich mich an Silvester in ein Auto/Taxi setzen und kurze Zeit später da sein, wo ich hinwollte. Bei uns war es dieses Jahr leider anders. Irgendwann war die Zeit, dass alle nach Hause wollten. Also ab aufs Boot. Problem: Ohne Wind in den Segeln auch kein Weiterkommen. Also hat es tatsächlich einige Stunden gedauert, bis ich wieder an Ort und Stelle im Hostel war. Aber auch so etwas muss man mal mitgemacht haben . Der Abend war wirklich gelungen und das sogar ohne große Planung. Dieses Jahr also wirklich mal ein schöner 31.12..

Nach einer Woche verließen wir Lamu dann aber leider  ( ), da wir noch kurz einen der Strände in Mombasa besuchen wollten und dann ab nach Tansania um schließlich an unserem Zwischenseminar teilzunehmen.

In der stressigen Stadt Mombasa sind wir nach einer echt unangenehmen Busfahrt (da die Schulen wieder beginnen, waren die bequemen Busse alle ausgebucht) wieder in unser bekanntes Hostel eingekehrt. Da es nur für zwei Nächte sein sollte, war das kein Problem.

Bevor wir dann am nächsten Tag zum Tiwi-Beach gefahren sind, haben wir noch kurz unsere Mails gecheckt. Dabei haben wir erfahren, dass zweien unserer Freiwilligen die Wiedereinreise in Kenia untersagt wurde. Somit haben wir direkt unsere Organisation kontaktiert und nach langem hin und her gab es dann die Aussage, dass das Seminar vorerst für uns gecancelt ist und wir auf weitere Infos warten sollen.

Daher sitze ich nun in Nairobi und bin gespannt, was als nächstes auf uns zukommt. Vielleicht gelingt es unserer Koordinatorin einen speziellen Pass für uns zu organisieren, sodass unser Aufenthalt gesichert ist. Vielleicht fahren wir dann doch noch nach Tansania zum Seminar und kommen danach wieder problemlos rein oder reisen aus. Vielleicht gibt es aber auch ein extra Seminar für uns. Oder vielleicht werden wir auf ein Seminar einer anderen Organisation geschickt. Vielleicht vielleicht vielleicht…

Im Prinzip spricht ja nichts dagegen noch eine Zeit mit Lena bei Corinna zu bleiben, aber wir haben das Gefühl ein bisschen in der Luft zu hängen. Denn eigentlich war unser Urlaub noch nicht beendet, da wir gerne noch auf Sansibar gewesen wären. Somit war alles sehr abrupt zu enden. Da wir nun aber nicht mehr am Strand liegen, würden wir auf jeden Fall gerne zurück in unser Projekt, denn wie gesagt, die Schule beginnen diese und nächste Woche wieder. Weil wir aber abrufbereit sein sollen, für eventuelle Seminare, werden wir auch erst noch einige Tage in Nairobi bleiben.

Aber wir werden unsere Tage hier sinnvoll nutzen. Zum Einen tut es echt gut, all das Erlebte für sich zu sortieren und in eine Ordnung zu bringen. Zum Anderen haben wir nun Zeit uns einen Plan zu erstellen, wann wir wie mit welchen Projekten beginnen wollen, denn dank der Spenden der Grashoppers (vielen vielen lieben Dank) und den Spenden, die Lena organisieren konnte, können wir nun im neuen Jahr endlich unsere Vorstellungen umsetzen. Darauf freue ich mich schon sehr. Allerdings üben die dadurch entstanden Erwartungen natürlich auch einen gewissen Druck auf uns auf, wobei ich hoffe, dass wir ihnen alle gerecht werden können. Außerdem stellen wir beide auch einen hohen Anspruch an uns selber. Also keine Panik!

In der Zeit auf Reise hatte man viel Zeit nachzudenken. Und mir ist mal wieder bewusst geworden, dass egal wie weit ich mich versuche in den alltäglichen Alltag hier einzubringen, dass ich trotzdem in einer gewissen Parallelwelt lebe. Ich habe andere Voraussetzungen, wie viele der Menschen hier. Ich verfüge über andere Mittel. Ich habe eine andere Kultur und bin an andere Dinge von klein auf an gewöhnt worden. Somit werde ich wahrscheinlich viele Dinge immer anders sehen. Ich versuche mich auf dasselbe Level zu stellen, wie viele der Menschen hier, genauer betrachtet ist es aber doch ein anderes. Ich kann zum Beispiel sagen, dass ich momentan auch nur über einige wenige Hosen oder Shirts verfügen, sowie einige Personen hier, aber im Hinterkopf werde ich immer haben, dass mein Kleiderschrank zu Hause bis zum Rand gefüllt ist. Das Gleiche gilt für finanzielle Anschaffungen. Uns fällt es auch nicht leicht teurere Dinge zu kaufen, aber trotzdem bekommen wir meist mehr Taschengeld, als andere Leute hier verdienen. Und das kann einen eigentlich echt traurig machen. Man glaubt, dass Leben der anderen hier am eigenen Leib zu erfahren, muss aber immer wieder feststellen, dass man es doch noch anders/“besser“ hat. Das heißt, in mir erweckt der Gedanken, viel mehr zu tun, als nur mein Schulprojekt zu unterstützen.

Aber immer wenn in mir diese Ideen aufsprudeln muss ich mir wieder klar machen, mit welcher Intention ich hierhergekommen bin. Ich möchte eine andere Kultur erfahren, in der es Menschen nicht unbedingt schlecht geht, nur weil sie weniger Geld zu verfügen haben. Ich möchte mich austauschen über Meinungen, Methoden, Verhalten, Ansichten… Meine Aufgabe ist es nicht hier den Weltretter zu spielen. Zum Einen könnte ich das gar nicht, zum Anderen ist das auch gar nicht nötig. Denn damit bin ich wieder an dem Punkt der Entwicklung. Nur weil wir anders entwickelt sind, sind wir nicht besser entwickelt. Diese Meinung muss sich jeder selber bilden. Kenia hat genauso viele Gemeinsamkeiten wie Unterschiede mit Deutschland. Damit bringe ich mich also immer wieder zurück auf mein kleines Projekt in Kisumu. Hier kann ich mich wirklich einbringen. Denn eine Person, die den Kindern zuhört mit ihnen spielt und ihnen bei kleinen Dingen des Lebens hilft, hilft wirklich. Es geht nicht darum, dass ich alle Kinder von der Straße bringen oder weiß Gott was für große Dinge baue. Sondern es ist viel wichtiger, den Kleinen Menschen dieser Erde eine Freude zu machen und ihr alltägliches Leben auch mit nachhaltigen Dingen zu verbessern. Daher freue ich mich schon wieder zurück an der Special school zu sein.

Die größte Aufgabe meines Freiwilligendienstes ist natürlich das Projekt. Die kleineren sind aber auch Erfahrungen in dem Land zu machen. Und ich muss sagen, dafür war der Urlaub perfekt. Mir ist ganz bewusst geworden, dass in Kenia, sowie in jedem anderem Land, ganz viele verschieden Menschen leben, mit unterschiedlichen Ansichten, Meinungen und einem verschiedenen Glauben. Und dass sich jeder unterschiedlich verhält. Einige freuen sich mit Menschen aus Europa in Kontakt zu treten, andere wiederum missachten uns. Somit habe ich mir nicht nur ein Bild von den Menschen in Kisumu machen können, sondern nun auch von welchen aus anderen Städten/Dörfen. Und ich schwöre darauf, dass sich dieses Bild bei meinem nächsten Besuch wieder verändern wird.

 

So, dass waren jetzt erst mal genug Infos und ein viel zu großes philosophisches Geschwafel. Ich hoffe, ihr habt durchgehalten?

Ich halte euch auf dem Laufenden, wie es weitergeht.

Ich plane nun eifrig in Nairobi und lasse es mir bei einer leckeren Ananas gut gehen.

Carina

 

PS: Wir werden nun tatsächlich nach Tansania auf unser Zwischenseminar fahren. Laut eines Beamten aus dem Immigration office dürte eine Wiedereinreise kein Problem werden, da wir ja noch über ein gültiges Visum verfügen. Na dann vertrauen wir ihm mal und machen uns am Sonntag auf den Weg nach Dar es Salam. Also hört ihr Ende Januar wieder von mir.

 

10.1.14 15:13

Letzte Einträge: TAAAADAAAA!, Der Countdown läuft!, Neue Wohnung – Neues Glück, Danke!, Und zu guter Letzt: Auf nach Sansibar

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Claudia (15.1.14 14:06)
Wow :-)
Das sind echt viele Neuigkeiten! Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass alles mit der Wiedereinreise klappt und ihr bald mit eurem Projekt starten könnt!
Liebste Grüße :*


Luisa (30.1.14 09:51)
Immer sehr unterhaltsam deine neuen Berichte zu lernen und eine gute Alternative um nicht lernen zu müssen Du hast ja echt viel erlebt und gesehen! Und Silvester am Strand zu feiern, war bestimmt auch eine neue Erfahrung.
Hoffe es geht dir gut und wünsche dir viel Erfolg bei deinem Projekt

Grüße, Luisa

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